Hornissen (Vespa crabro)

(19-35mm)

Hornissen sind die größten staatenbildenden Insekten in unserer heimischen Tierwelt und werden noch immer von den Menschen als Horrorwesen verkannt. Immer noch geht das Gerücht um, dass drei Hornissenstiche einen Menschen- und sieben Stiche ein Pferd töten können. Hornissenstiche sind aber nicht gefährlicher als Bienen- oder Wespenstiche.Nur Menschen oder Tiere, die überempfindlich gegenüber den in Hornissengift-Sekret enthaltenen Eiweißkörpern reagieren (Allergie),können gefährdet sein. Im Grunde sind Hornissen sehr friedfertige Tiere, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Nur im engen Nestbereich etwa 4 Meter um den Nistplatz reagieren sie auf etwaige Störenfriede. Zum Beispiel bei heftigen Bewegungen, längeres verstellen der Flugbahn, plötzliche Erschütterungen am Wabenbau oder Veränderungen am Flugloch fassen die Tiere verständlicherweise als Bedrohung auf. Wer dies alles beachtet, kann das Treiben der Tiere aus nächster Nähe beobachten.Durch Lebensraumschwund und Verfolgung sind Hornissen sehr selten geworden. Nach der gültigen Bundesnaturschutzverordnung zählen sie zu den besonders geschützten Arten. Es ist Verboten, diesen Tieren nachzustellen, sie zu fangen oder zu töten. Nester dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Wer ein Hornissenvolk in seiner Nähe entdeckt, sollte nicht in Panik geraten und eine unsinnige Handlung begehen. Betroffene sollten sich fachlichen Rat bei den Naturschutzbehörden holen.

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